Bildungsinitiative Chemie
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Die Praxis
















Chemobil

Beispiel für Projekte von
Universitäten für Schüler


> Projektziel - Verbesserung der Lehrerfortbildung

> Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

> Bundesland Sachsen-Anhalt

> Zielgruppe Schulklassen

> Beteiligte Klassenstufe/-n 7. - 12. Klasse; geplant sind auch Experimente für Grundschüler

> Beteiligtes Fach/Fächer: Chemie

> Projektdauer und Frequenz der Durchführung 1 Jahr, bei Weiterfinanzierung Verlängerung möglich, an den Schulen jeweils 1 Tag

Wie kam es zu diesem Projekt/der Maßnahme?

Im Rahmen einer Habilitation im Bereich der Chemiedidaktik wurde nach Ansätzen zur Verbesserung der Lehrerfortbildung gesucht. Diese sollte so gestaltet werden, dass Chemielehrer die ihnen zumeist abstrakt vermittelten neuen Experimente selbst durchführen und dann auch im Unterricht umsetzen können. In diesem Zusammenhang hatten Lehrer und später auch Schüler die Möglichkeit, diese Experimente im Fachbereich Chemie der Universität Halle-Wittenberg durchzuführen. Dieses Angebot wurde jedoch fast ausschließlich von Schulen in der Umgebung der Universität genutzt.

Um dieses Angebot einem breiteren Kreis zukommen zu lassen, wurde die Idee eines mobilen Chemielabors entwickelt. Dies fährt zu den Schulen, um dort einerseits die Lehrerfortbildung im Bereich Experimentalunterricht durchzuführen und andererseits den Schülern die Möglichkeit der selbständigen Durchführung dieser Projekte zu geben.

Finanziert wird das Chemobil durch die Dow Chemical Foundation.

Was wird getan?

Für das Projekt wurden relativ einfache und umweltfreundliche Experimente zu 20 Themen entwickelt, die aus dem alltags- und lebensweltlichen Bereich stammen. In einer ersten Phase können Lehrer diese Experimente durchführen. Dabei werden sie von einem Chemiedidaktiker der Universität Halle-Wittenberg begleitet. Wenn die Lehrer diese Experimente als interessant für Ihre Schüler erachten, besteht in der zweiten Phase die Möglichkeit von weiteren Besuchen des Chemobils. Nun führen die Schüler die selben Experimente wie Ihre Lehrer durch. Die Begleitung des Experimentes obliegt in diesem Fall dem Fachlehrer, der die Schüler aus dem täglichen Unterricht kennt.
Lehrer und Schüler können sich über das Projekt im Internet informieren.

Was ist das Besondere an diesem Projekt/der Maßnahme?

Das Projekt zeichnet sich durch eine Verbindung von Lehrerfortbildung einerseits und der Möglichkeit für Schüler zur Durchführung von Experimenten andererseits aus. Es ist sinnvoll, die Experimente mit Schülern durch die Lehrer begleiten zu lassen, und nicht von Vertretern des Chemobils, da die Lehrer weiterhin mit den Schülern arbeiten. So kann auf die Experimente aufgebaut werden und es kommt zu einer Integration in den gesamten Unterricht.
Weiterhin hervorzuheben ist der alltags- und lebensweltliche Hintergrund der einzelnen Experimente, der auch weniger an Chemie interessierte Schüler ansprechen kann.

Erfahrungen und Empfehlungen

Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt hat sich dieses Modell als hilfreich erwiesen, da es die praktische Fortbildung der Chemielehrer auch außerhalb der Ballungsräume gewährleistet und durch die lebensnahen Experimente der Chemieunterricht spannender gestaltet werden kann. Dies wird auch durch die hohe Auslastung des Chemobils und die große Resonanz bei der Zielgruppe deutlich.
Im Chemobil bestehen bislang keine fest bezahlten Stellen und das Projekt wird in erster Linie durch das starke persönliche Engagement von Seiten der Universität sowie durch die Unterstützung der Dow Chemical Foundation ermöglicht.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Kometz
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Fachbereich Chemie/Didaktik der Chemie
Wolfgang-Langenbeck-Straße 2
06120 Halle (Saale)

Tel.: 03 45/5 52-58 92
Fax: 03 45/5 52-71 70
e-mail: kometz@chemobil.de oder kometz@chemie.uni-halle.de
Homepage: www.chemobil.de oder www.chemie.uni-halle.de
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