Bildungsinitiative Chemie
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Workshops




















Workshop Hannover
5. Mai 2001

Mit dem Ziel, den Chemieunterricht in allen Schulformen attraktiver zu gestalten und dadurch mehr Interesse bei Schülerinnen und Schülern für Chemie zu wecken, ist am 9. Mai 2001 die Bildungsinitiative Chemie mit einer Auftaktveranstaltung in Hannover gestartet.


Getragen wird die Bildungsinitiative gemeinsam vom Bundesarbeitgeberverband Chemie e. V. (BAVC), vom Verband der Chemischen Industrie e. V. (VCI) und von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) jeweils mit ihren regionalen Organisationen. In Niedersachsen sind das der Arbeitgeberverband der Chemischen Industrie Niedersachsen e. V. der VCI Landesverband Nord und die IG BCE Landesbezirk Nord.


Auf eine unerwartet große Resonanz stieß die erste Veranstaltung der Bildungsinitiative Chemie am 9. Mai 2001 in Hannover. Rund 130 Vertreter aus Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Gewerkschaft, Elternvertretung, Bezirksregierungen, Kultusministerium und anderen Bildungseinrichtungen beschäftigten sich in einem ganztägigen Workshop mit der Frage, wie der Chemieunterricht moderner und Praxis bezogener gestaltet werden kann. Ein attraktiverer Unterricht soll Schülerinnen und Schülern wieder mehr Spaß am Fach Chemie und Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge vermitteln.


Die Workshop-Teilnehmer waren sich weitestgehend einig, dass der gegenwärtige Chemieunterricht häufig den modernen Anforderungen nicht entspricht. Zu große Schülerzahlen, unzureichend ausgestattete Chemieräume und geringe Finanzmittel machen z. B. einen experimentellen Unterricht oft kaum oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Umso erfreulicher war das Ergebnis einer so genannten Good-Practice-Analyse, in der Projekte und Einzelinitiativen von Lehrern, Hochschullehrern und Unternehmensvertretern beispielhaft aufgeführt waren, mit denen unter den gegebenen Umständen ein interessanter und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnittener Chemie- und zum Teil auch Fach übergreifender Unterricht ermöglicht wird. Über 20 solcher Good-Practice-Beispiele aus Niedersachsen wurden auf einer den Workshop begleitenden Ausstellung, dem "Markt der Möglichkeiten”, dargestellt und stießen auf großes Interesse bei den Besuchern.


Die erste Veranstaltung der Bildungsinitiative Chemie verstand sich als Diskussionsplattform der am Bildungsbereich "Schule” Beteiligten aus ganz unterschiedlichen Institutionen. Workshops in dieser Form sollen in den nächsten beiden Jahren auch in den übrigen Bundesländern stattfinden.

Aber auch in Niedersachsen wird es nicht bei dieser einmaligen Veranstaltung bleiben. Das Interesse und die lebhafte Diskussion im Plenum und in den kleinen Arbeitsgruppen hat gezeigt, welchen hohen Stellenwert das Thema "Chemie- bzw. Naturwissenschaftlicher Unterricht” hat und dass hier ein erheblicher Gesprächsbedarf und Wunsch nach Gedankenaustausch besteht. Deshalb planen die regionalen Chemieorganisationen – IG BCE Landesbezirk Nord, VCI Landesverband Nord und ACI Niedersachsen – gemeinsam den Dialog vor allem mit den Lehrern fortzusetzen und die Kontakte zwischen Schule und Wirtschaft weiter zu verstärken.
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